Geschichte der Fachstelle

1976 wurde der Beratungsdienst für Studierende mit Behinderung vom damaligen Leiter des Institutes für Sonderpädagogik, Herrn Prof. Gerhard Heese, gegründet. Der Beratungsdienst und seine Tätigkeiten wurden bis Mai 2003 von diesem Institut betreut und gefördert. Assistierende und wissenschaftliche Mitarbeitende nahmen dabei die Funktion des Beraters wahr. 1984 wurde zusätzlich der "Verein zur Förderung behinderter Studenten" gegründet. Dieser unterstützte die Beratungsstelle finanziell und ideell.

Mit dem Austritt der langjährigen Leiterin des Beratungsdienstes, Frau Prof. Dr. Judith Hollenweger, Ende 2001, stellte sich die personelle und strukturelle Frage nach der Zukunft dieser Einrichtung. In Absprache mit den bisherigen Fachleuten wurde beschlossen, den Beratungsdienst räumlich aus dem Institut für Sonderpädagogik auszugliedern und in die universitären Rektoratsdienste zu integrieren. In der Übergangsphase leitete Frau Dr. Christine Meier-Rey den Beratungsdienst interimistisch.

Frau Prof. Dr. Hollenweger war für die Entwicklung des Beratungsdienstes eine bedeutende Person. Unter ihrer Leitung entwickelte sich das Tätigkeitsspektrum von individuellen Beratungen und lokalen Lösungen zu Netzwerkarbeit, besonders im Bereich des Informationsmanagements. Ihr ist die Herausgabe des ersten Online-Hochschulführer für Menschen mit einer Behinderung zu verdanken, welcher später neu aufgelegt wurde (siehe weiter unten).

Im Mai 2003 konnte mit Frau Dr. Olga Meier-Popa wieder eine feste Leiterin für den Beratungsdienst gewonnen werden. Gleichzeitig erfolgte die Eingliederung der Beratungsstelle Studium und Behinderung in die Zentralen Dienste der Universität (in die Rektoratsdienste 2003-2007 bzw. Abteilung Studierende ab 2007). Diese Zentralisierung förderte die Erreichbarkeit und die Wahrnehmung des Beratungsdienstes als Einrichtung der Universität Zürich. Zusätzlich wurde im Dezember 2003 die Kommission Studium und Behinderung gegründet. Sie übernimmt die unterstützende Funktion des im August 2003 aufgelösten "Verein zur Förderung behinderter Studenten". Aufgrund der Restrukturierung der universitären Leitung sowie der zentralen Dienste 2007 wurde die Beratungsstelle in das Prorektorat der Rechts- und Wirtschaftswissenschaften ins Ressort "Akademische Dienste Studierende" umgesiedelt.

Unter der Leitung und dank dem unermüdlichem Einsatz von Frau Dr. Olga Meier-Popa wurden weitere wichtige Meilensteine auf dem Weg zu einer nachteilsfreieren Universität erreicht. Unter anderem entwickelte und führte sie das BIAS-Verfahren ein, welches die Kommunikation zwischen allen involvierten Personen bedeutend erleichtert. BIAS steht dabei für "Bedarf an individuellen Anpassungen im Studium". Sie initiierte auch die Neuauflage des Online-Hochschulführers, welcher im Mai 2013 eingeweiht wurde und heute in dieser Form online ist (siehe Uniability UZH). Per 1. Januar 2013 wurde die Beratungsstelle in die Fachstelle Studium und Behinderung umgetauft.

Im Jahr 2016 erfuhr die Fachstelle gleich verschiedene wichtige Veränderungen. Seit dem 1. Januar 2016 gehört sie der auf dieses Datum hin neu geschaffenen Abteilung Studieninformation & Beratung an. Am 1. Juli 2016 erfolgte ein Wechsel in der Fachstellenleitung. Frau Dr. Olga Meier-Popa beendete ihre langjährige Arbeit für die Fachstelle. Abgelöst wurde sie von MA Benjamin Börner, welcher seit dem die Fachstelle führt.